
Die Nutzergemeinschaft von schlanken, modularen und unveränderlichen Linux-Distributionen hat einen neuen Grund für ein Upgrade. Die Rede ist von der Veröffentlichung von PorteuX 2.6Die neueste stabile Version dieses auf Slackware basierenden Betriebssystems, das direkt von den Philosophien von Slax und Porteus inspiriert ist, wurde veröffentlicht. Diese neue Version erscheint nur zwei Monate nach ihrem Vorgänger und festigt damit ihre Position als zunehmend ausgereifte und vielseitige Option für alle, die ein schnelles, portables und hochgradig anpassbares System suchen.
PorteuX 2.6 ist kein einfaches Wartungsupdate; Es beinhaltet bedeutende Änderungen sowohl unter der Haube als auch in der Benutzererfahrung.Der bedeutendste Fortschritt liegt im Kern, der nun die Kernel-Serie nutzt. Linux 6.19Dies führt zu einer breiteren Hardwareunterstützung und optimierter Leistung. Darüber hinaus erweitert die Distribution ihr bereits umfangreiches Angebot an Desktop-Umgebungen und bietet eigenständige Versionen mit den neuesten Versionen von KDE Plasma 6.5.5, GNOME 49.4, Xfce 4.20, LXQt 2.3, Cinnamon 6.6, COSMIC 1.0.8, MATE 1.28.2 und LXDE 0.11.1. So kann jeder Benutzer die grafische Oberfläche wählen, die am besten zu seinem Workflow oder den Ressourcen seines Computers passt.
PorteuX 2.6, die wichtigsten neuen Funktionen
Zu den praktischsten Neuerungen von PorteuX 2.6 gehört die Unterstützung für die Automatisches Laden von Intel- und AMD-Mikrocode Dies ist besonders wichtig beim Starten in nicht-frischen Modi (Modi, die Änderungen beibehalten). Dies ist entscheidend für die Systemstabilität und -sicherheit, insbesondere auf modernen Geräten. Zusätzlich wird die TLP-Befehlszeilen-Utility unterstützt, die jetzt im App Store des Systems verfügbar ist – ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die die Akkulaufzeit ihres Laptops automatisch optimieren und verlängern möchten.
Auch die Performance stand in dieser Version im Fokus. Die Entwickler haben die Build-Flags optimiert, um die Systemgeschwindigkeit zu maximieren, und den Stripping-Prozess in mehreren Modulen verbessert, wodurch die für PorteuX typische geringe Größe erhalten bleibt. Zudem wurde ein störendes Problem behoben, das das korrekte Sperren des Bildschirmschoners während der Videowiedergabe in Firefox verhinderte. Die Position der GTK3-Tooltips wurde für eine bessere Darstellung angepasst.
Neue Desktop-Produkte
Die COSMIC Edition, die die von System76 entwickelte Desktop-Umgebung nutzt, wurde in diesem Update besonders berücksichtigt. Die Integration und Unterstützung für GTK- und Qt-Themes wurde verbessert, und fehlende Icons aus früheren Versionen wurden hinzugefügt, wodurch das Gesamterlebnis optimiert wurde. Die LXDE Edition verfügt über eine neue Standardschriftart und die Probleme mit den Desktop-Elementbezeichnungen wurden behoben; diese Bezeichnungen zeigten zuvor nach der Aktivierung falschen Text an.
Auf technischer und Systemebene enthält PorteuX 2.6 Korrekturen für wichtige Skripte, wie beispielsweise das Skript zum Speichern und Ändern von Änderungen, das nun die Konfigurationsdatei porteux.cfg korrekt findet. Ein Problem mit cryptsetup, das dessen Ausführung aus initrd verhinderte, wurde ebenfalls behoben, und mehrere Glib-Warnungen in der libfm-Bibliothek wurden unterdrückt. Für Entwickler und fortgeschrittene Benutzer wurden die GNU C Library und GNU Coreutils in die Build-Pipeline integriert, und die Namenskonvention für den EFI-Bootordner wurde auf /EFI/BOOT standardisiert.
Diese Version aktualisiert zahlreiche Pakete auf die neuesten Versionen und stellt so sicher, dass Benutzer über die aktuellsten Funktionen und Sicherheitspatches für die enthaltenen Anwendungen verfügen. Ausführliche technische Details und das vollständige Änderungsprotokoll finden Sie hier: Versionshinweise Offizielle Versionen sind auf der GitHub-Seite des Projekts verfügbar. Die ISO-Images von Porteux 2.6 in allen Desktop-Varianten stehen jetzt zum Download bereit.
Es ist wichtig zu beachten, dass seit Version 2.4 des Betriebssystems der stabile Zweig nicht mehr verfügbar ist und nun nur noch der als „aktuell“ bezeichnete Zweig angeboten wird, der dem Rolling-Release-Entwicklungsmodell folgt.