Sie kennen wahrscheinlich bereits die in unseren GNU/Linux-Umgebungen verfügbaren Tools wie lsusb, lspci, hwinfo, dmidecode, smartctl, acpi usw., mit denen Sie Hardwareinformationen abrufen können . Auch Informationen, die durch das Lesen von Dateien im Pseudo-Dateisystem /proc, wie z. B. /proc/cpuinfo, gewonnen werden, sind hilfreich. Wie so oft gibt es jedoch viele weitere Alternativen, beispielsweise Hwinfo, das neben einer Kommandozeilenschnittstelle (CLI) auch eine hervorragende grafische Benutzeroberfläche (GUI) bietet, die an Programme wie AIDA64 oder Everest erinnert.
Heute geht es aber um ein anderes Tool namens lshw, das ebenfalls alle Hardwaregeräte Ihres Computers auflistet und Informationen dazu liefert. Das kann sehr hilfreich sein, um Ihre Hardware genauer kennenzulernen und zu bestimmen, welche Treiber Sie installieren sollten oder wie Sie einen neuen Kernel, den Sie auf Ihrem System installieren, optimal konfigurieren. Manchmal dient es auch einfach nur dazu, Informationen von Sensoren oder den Systemstatus anzuzeigen.
Es ist normalerweise nicht standardmäßig installiert, daher müssen Sie es vor der Verwendung installieren. Das Paket befindet sich in den offiziellen Repositories. Installieren Sie einfach das Paket „lshw“ mit dem Paketmanager Ihrer Distribution. Der Name leitet sich, wie Sie vielleicht vermuten, von „Hardware Lister“ ab. Es handelt sich um ein kleines Open-Source-Tool, das Informationen über Speicher, CPU, Cache, Geschwindigkeit, Netzwerk, Grafikkarte, E/A-Geräte usw. liefert. Dazu ruft es Informationen aus der Datei „/proc“ und der DMI-Tabelle ab.
Sie können `lshw` entweder ohne Optionen für eine allgemeinere Informationsausgabe oder mit weiteren Optionen verwenden . Um beispielsweise nach Bus oder Gerätetyp zu filtern (wie mit den Optionen `lshw -shot` oder `lshw -businfo`) oder Informationen zu einem bestimmten Gerät zu erhalten, verwenden Sie die Option `-class` gefolgt von der Klasse. Für Systeminformationen verwenden Sie beispielsweise `lshw -class system`, für Speicherinformationen `lshw -class memory`. Weitere Informationen finden Sie in der Manpage zu `lshw`.