
Die Multimedia-Entwicklergemeinschaft hat Grund zum Feiern: FFmpeg Version 9.0 jetzt verfügbarDiese beliebte Open-Source-Bibliothek, die in unzähligen Audio- und Videoverarbeitungsanwendungen zum Einsatz kommt, bietet zahlreiche neue Funktionen, die die Leistung verbessern und die Kodierungs- und Dekodierungsmöglichkeiten erweitern. Zu den bemerkenswertesten Verbesserungen zählt die Beschleunigungsfortschritt durch VulkanEs ermöglicht nun die Dekodierung von APV- und Apple ProRes RAW-Videos sowie einen neuen 360-Grad-Videofilter (v360_vulkan). Optimierungen für AVX-512 und neue Funktionen in NVIDIA- und AMD-Filtern wurden ebenfalls integriert.
Die Veröffentlichung von FFmpeg 9.0 stellt einen Fortschritt in der Unterstützung moderner Hardware dar, insbesondere aktueller Grafikkarten und Prozessoren. Entwickler, die aus dem Quellcode kompilieren, profitieren sofort von all diesen Verbesserungen. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Änderungen dieses Updates zusammen. Version 8.1 Er kam im vergangenen März an.
Neue Funktionen bei der Hardwarebeschleunigung in FFmpeg 9.0
Einer der Schwerpunkte von FFmpeg 9.0 ist die Vulkan-UnterstützungserweiterungDie Hardware-Dekodierung von APV-Videos (Apple ProRes RAW) und die Vulkan-Beschleunigung für ProRes RAW wurden über VideoToolbox hinzugefügt. Zusätzlich ist ein neuer 360°-Videofilter (v360_vulkan) enthalten, der die effiziente Transformation sphärischer Projektionen ermöglicht. Bei NVIDIA sticht der Filter „transpose_cuda“ hervor, der das Drehen und Spiegeln von Bildern mithilfe von CUDA erleichtert. Für AMD wurden die Funktionen des Farbkonverters (vf_vpp_amf) um HDR-Unterstützung erweitert und ein Bildratenkonverter (vf_frc_amf) sowie ein Videoqualitäts-Enhancer (vf_vqe_amf) hinzugefügt.
Neue Filter, Codecs und Formate
FFmpeg 9.0 beinhaltet Unterstützung für HE-AAC 960-DekodierungDer in DAB+ (Digitalradio) verwendete Codec erweitert die Möglichkeiten der Audioverarbeitung. Die Dekodierung und das Demuxen von animierten WebP-Dateien wurden ebenfalls hinzugefügt, wodurch die Bearbeitung animierter Bilder in diesem Format möglich wird. Im Bereich der Kodierung wurde ein Encoder und ein Multiplexer für das Playdate-Format, eine kleine Videospielkonsole, integriert. Darüber hinaus wurde die Unterstützung für das Multiplexen von LCEVC-Spuren in MP4-Containern sowie die Verarbeitung von SMPTE-2094-50-Metadaten mit Passthrough-Funktion implementiert.
Löschungen und größere Änderungen
Wie bei größeren Versionen üblich, wurden veraltete Funktionen entfernt. Folgendes wurde entfernt: CELT-Dekodierung (was Opus CELT nicht betrifft) und das Parsen von OGG/Celt-Dateien. Ältere NVENC-Optionen und die Unterstützung für NVIDIA SDKs vor Version 11.1 wurden ebenfalls entfernt. Stattdessen wurde die Unterstützung für das GPU-basierte ONNX Runtime-Backend hinzugefügt, wodurch KI- und Machine-Learning-Anwendungen innerhalb des FFmpeg-Ökosystems möglich werden. Zusätzlich wurde ein Bitstream-Filter zum Aufteilen von Dolby-Vision-Mehrschicht-HEVC-Videos integriert.
Mit diesem Update festigt FFmpeg 9.0 seine Position als unverzichtbares Werkzeug für Videoprofis und -begeisterte und bietet erweiterte Unterstützung für moderne Hardware und neue Formate. Die Community kann nun den Quellcode herunterladen und mit den neuen Funktionen experimentieren.


