KDE arbeitet schon seit einiger Zeit am Plasma Login Manager. Er wird offiziell mit Plasma 6.6 eingeführt, das für Februar dieses Jahres geplant ist. Dann müssen die verschiedenen Distributionen entscheiden, ob sie ihn implementieren wollen. In Plasma 5 wechselte das Projekt zu SDDM, das heute von den meisten Distributionen verwendet wird, während Plasma 4 noch KDM nutzte. Daher ist es nicht falsch zu sagen, dass sich der Anmeldeprozess mit jedem größeren Update ändert. Zu den ersten, die den Plasma Login Manager verwenden werden, gehören… Fedora 44.
Einer der vielen Unterschiede zwischen Fedora und Ubuntu liegt in der Art und Weise, wie die jeweiligen Projekte ihre Software aktualisieren. Beide veröffentlichen zwar halbjährlich eine neue Version, doch Ubuntu pflegt einen Großteil seiner Software und aktualisiert sie zusammen mit dem restlichen Betriebssystem in der nächsten Iteration. Fedora hingegen aktualisiert fast alles, was nicht zum Kern gehört, kurz nach dessen Veröffentlichung. Es wurde bereits bestätigt, dass Fedora 44 den Plasma Login Manager verwenden wird.
Fedora 44 erscheint im April und wird in den KDE-Editionen den Plasma-Anmeldemanager enthalten.
Die Zeitpläne stimmen überein. Plasma 6.6 erscheint Mitte Februar, Fedora 44 folgt etwa zwei Monate später. Die KDE-Desktop-Versionen (Fedora KDE, Fedora KDE Mobile und Fedora Kinoite) werden den Plasma Login Manager nutzen. Ob es sich um die erste Distribution handelt, die ihn implementiert, hängt von den Entscheidungen des KDE-Projekts ab.
Aktuell läuft KDE auf zwei verschiedenen Betriebssystemen: KDE neon, basierend auf Ubuntu und einer „normalen“ Distribution, und KDE Linux, einer unveränderlichen Distribution, die sich derzeit im Alpha-Stadium befindet und daher nicht als Standarddistribution gelten sollte. Sollte KDE neon die Implementierung des Plasma Login Managers verzögern, wird Fedora 44 als erstes System davon profitieren.
Fedoras Verwendung von PLM ist derzeit ein Vorschlag mit dem Ziel, „weiterhin das aktuellste und qualitativ hochwertigste KDE-Plasma-Erlebnis zu bieten“. Der Übergang soll für die Benutzer reibungslos verlaufen; die einzige Änderung, falls überhaupt eine erfolgt, ist der Wechsel von SDDM zu PLM beim Upgrade auf Fedora 44.